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Collioure

Weinbau zwischen Pyrenäen und Mittelmeer

Die Appellation Collioure befindet sich im Roussillon und reicht von den Ausläufern der Pyrenäen direkt an der spanischen Grenze bis an die Mittelmeerküste. Den Großteil der Geschichte war die Region vor allem bekannt für die Produktion des Likörweins Banyuls. Erst mit der Gründung einer eigenen AOC baute sich das Anbaugebiet für seine trockenen Weine eine eigene Identität auf. Dank eines enormen Qualitätsschubs überzeugen die tiefdunklen, vollmundigen und würzigen Rotweine mit einem außergewöhnlich guten Preis-Genuss-Verhältnis. Und auch die aromatischen Roséweine, sowie die frischen und dennoch kräftigen Weißweine sind wahrlich eine Entdeckung wert.

 



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Die Geschichte von Collioure

Der Weinbau fand im 6. Jahrhundert v. Chr. mit den Griechen seinen Weg in die Region und unter den Römern verbreitete er sich weiter. Im Jahr 720 wurde das Gebiet von den spanischen Sarazenen erobert und vom Mittelalter bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte das Roussillon zur Region Katalonien. So ist es nicht verwunderlich, dass die Weine hier oft eher spanisch als französisch anmuten.

Das heutige Coullioure deckt sich geographisch mit der AOC Banyuls, die für ihre Likörweine bekannt ist. Lange Zeit mussten trockene Weine als Vin de France verkauft werden, denn die Schaffung der AOC Collioure für trockene Rotweine erfolgte erst im Jahr 1971. Die Produktion von trockenen Weißweinen unter dem Namen Collioure ist sogar erst seit 2003 zugelassen.

 

Böden und Klima von Collioure

Heute erstreckt sich die Rebfläche auf 430 Hektar über die vier Gemeinden Banyuls-sur-Mer, Cerbère, Collioure und Port-Vendres. Das Klima ist mediterran, mit heißen trockenen Sommern. Dank der Nähe zu den Pyrenäen sorgen in der Nacht kühle Fallwinde für etwas Abkühlung der Trauben. An der Küste und entlang der Flüsse dominieren Schwemmlandböden, die leichtere, frischere Weine hervorbringen. An den Ausläufern der Pyrenäen sorgen kies-, kalk- und schieferhaltige Böden dagegen für intensivere, vollmundige Weine.

 

Die Weine von Collioure

Da sich die Anbaufläche der AOC Collioure mit der AOC Banyuls deckt, wird nicht die gesamte Erntemenge zu Collioure verarbeitet. Welcher Prozentsatz der Trauben für Collioure oder Banyuls verwendet wird, bestimmt der Jahrgang. In der Regel wird etwa ein Drittel des Leseguts für Weine mit der AOC-Bezeichnung Collioure verwendet. Die Trauben für Collioure werden einige Wochen früher geerntet als die für Banyuls, um wir mehr Säure und Balance in den Weinen zu sorgen.

Aufgrund der Wärme setzen die meisten Winzer auf Gobelet-Erziehung, eine der ältesten Erziehungsformen für Weinreben, die schon in der Antike von den Griechen angewendet und von den Römern übernommen wurde. Um die Verdunstungsfläche so klein wie möglich zu halten, wird der Rebstock durch wiederkehrenden Rückschnitt dicht am Boden gehalten.

Rotweine machen 60 Prozent der Produktion aus, während 26 Prozent auf Rosé- und 14 Prozent auf Weißweine entfallen. Die Rotweine müssen zu mindestens 60 Prozent aus den Hauptrebsorten Grenache, Syrah und Mourvedre vinifiziert werden, wobei eine einzelne Rebsorte nicht mehr als 90 % der Cuvée ausmachen darf. Die Nebenrebsorten Cinsault und Carignan sind bis zu maximal 30 Prozent zulässig.

Für die Produktion der Roséweine darf zudem Grenache Gris verwendet werden. Bei den Weißweinen bilden Grenache Blanc Grenache Gris die Hauptrebsorten. Die Nebenrebsorten Tourbat, Marsanne, Roussanne, Macabeu und Vermentino dürfen insgesamt bis zu 30 Prozent ausmachen.