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Domaine Roulot

Bourgogne
„Seit über 20 Jahren habe ich die Ehre,...

„Seit über 20 Jahren habe ich die Ehre, das Weingut Jean-Marc Roulot in Deutschland vertreten zu dürfen. Seine Weine strahlen und verzaubern - sind allerdings äußerst rar und können deshalb nur über Zuteilung angeboten werden.“ Sébastien Visentin

 

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Warum Sie diese Weine lieben werden

Das Weingut ist die unangefochtene Kult-Domaine in Meursault. Seit 35 Jahren entwickelt Jean-Marc Roulot die Qualität der Weine auf Grundlage des väterlichen und großväterlichen Erbes behutsam weiter. Dabei verweigert er sich allen Modetrends und zielt - wie bereits seine Ahnen - auf elegante und bekömmliche Weine, die den Ausdruck des jeweiligen Terroirs unverkennbar auf die Flasche bringen. Klarheit und Reinheit fungieren dabei als ästhetischen Leitlinien. Seine Weine gelten als Nonplusultra des Burgunds und gehören zu den besten Chardonnay-Kreszenzen der Welt. Sollten Ihnen jemals einer seiner Weine begegnen, greifen Sie unbedingt zu!


Das Weingut

Die Domaine Roulot, seit 1820 in Meursault verwurzelt, wird seit 1989 von Jean-Marc Roulot geleitet. Seitdem erweiterte er die Rebfläche kontinuierlich durch den Zukauf von Weinbergen und den Abschluss von Pachtverträgen auf neun Hektar, die größtenteils mit Chardonnay bestockt sind.

Bereits in den frühen 1990er Jahren, als biologischer Weinbau im Burgund kein Thema war, stellte Jean-Marc das Weingut auf biologische Landwirtschaft um. Seitdem werden keinerlei Herbizide angewendet. Dieser Verzicht und die bedachtsame Bodenbearbeitung dienen dem Zweck, die natürliche mikrobielle Lebenswelt der Weinberge zu erhalten und zu fördern. Und da Jean-Marcs Vater Guy in den 1950er Jahren umfangreiche Neupflanzungen durchführte, kann Jean-Marc seine Trauben zumeist von Vieilles Vignes lesen, die - wenngleich die Erträge weitaus geringer ausfallen - eine außergewöhnliche Aromenkonzentration aufweisen.

Daneben betreibt Jean-Marc seit dem Jahrgang 2014 ein Micro-Négoce-Projekt. Bei der Auswahl der Trauben befreundeter Winzer ist er nicht minder streng als beim eigenen Lesematerial. Nur so kann er diese Weine guten Gewissens als natürliche Erweiterung des eigenen Portfolios anbieten.

Zudem gehört zum Weingut ein historischer Destillierkessel von 1866, der seitdem zum Brennen des Marc und des Fin de Bourgogne der Domaine dient. Jean-Marc vergrößerte das Portfolio an Destillaten durch Fruchtbrände und Liköre. Was bei seinem Vater Guy bloße Experimente blieben, wurde bald in einem kleinen Kreis Eingeweihter unter dem Namen La Poire du Roulot gepriesen. Neben diesem Birnenbrand, einem Himbeerbrand und seinem Aprikosenlikör, erweiterte Jean-Marc nach und nach das Sortiment um einen Aprikosenbrand und einen Zitronenlikör – und bringt damit zur Blüte, was sein Vater einst säte.


Die Vinifikation

Um die Klarheit seiner Weine und die Reinheit der Fruchtexpression zu erreichen, setzt Jean-Marc auf einen frühen und sehr kurzen Rebschnitt. So vermeidet er einen grünen Rebschnitt in einer späteren Wachstumsperiode, der die Reben unnötigen Stress aussetzen würde. Außerdem liest er eher zwei Tage zu früh als zwei Tage zu spät, um die Frische und Filigranität seiner Weine zu erreichen.

Im Keller geht es ihm dann vor allem um die perfekte Balance von Reduktion und Oxidation. Er meidet übermäßigen Kontakt des Weins mit der Luft. So wird beispielsweise der Most der Weißweine sofort nach dem Pressen in Fässer gefüllt. Lässt das Tempo der Gärung langsam nach, werden die Fässer spundvoll aufgefüllt. So behält der Wein nicht nur seine Frische und Spannung, sondern die nötigen Schwefelgaben zu Stabilisierung fallen weitaus geringer aus.

Besonderes Augenmerk widmet Jean-Marc der Wahl seiner Barriquefässer: es kommen nicht nur akribisch ausgesuchte Hölzer zum Einsatz, sondern auch der Grad des Toastings wird auf den individuellen Wein und den Jahrgang abgestimmt. Und aufgrund des langen Ausbaus auf der Feinhefe wird der Bâtonnage-Bedarf erheblich reduziert.


Der Mensch hinter dem Wein

Wer Jean-Marc zum ersten Mal begegnet, wird von seiner Freundlichkeit und Sanftmütigkeit unmittelbar in den Bann gezogen. Wer ihn besser kennt, kommt nicht umhin seine Bescheidenheit zu rühmen.

Und es ist notwendig Jean-Marc besser zu kennen, möchte man beispielsweise erfahren, dass der 1955 geborene Winzer Roulot auch ein ernstzunehmender Schauspieler ist. Neben seinem Önologie-Diplom lernte er unter anderem am Conservatoire national supérieur d'art dramatique de Paris das schauspielerische Handwerk. Bis heute hat er in über 30 Filmen und Theaterstücken an der Seite der bekanntesten französischen Darsteller mitgespielt.

Und dennoch geht ihm jede Großspurigkeit ab – sei es wegen dieses Erfolgs oder wegen seiner Weine. Für ihn seien beides Leidenschaften. Und so kommt sein Gegenüber zu dem Schluss, dass es die Tugend der Bescheidenheit gepaart mit seiner technischen Präzision sein muss, die zu dieser Tiefe und Feinheit führt, die bloßes Handwerk in Kunst verwandelt – sei es bei der Schauspielerei oder bei seinen Weinen.

Seit 2022 arbeitet auch Félicien Roulot, der Sohn von Jean-Marc, auf der Domaine, um den Familienbetrieb eines Tages zu übernehmen.


Die Weine und ihre Terroirs

Jean-Marc versteht sich als Erbe, der nur das fortführt, was seit mindestens 40 Jahren den Stil der Domaine Roulot auszeichnet. Obwohl seinem Vater Guy die Frische und Reinheit seiner Weine vorgeworfen wurde, die ihn von der Opulenz benachbarter Weingüter absetzte, hat Jean-Marc nur geringe Veränderungen vorgenommen wie beispielsweise die Verlängerung der Ausbauzeit auf der Weinhefe.

Weiterhin zeichnen sich die Weine der Domaine Roulot durch Klarheit, Präzision und Komplexität aus. Sie spiegeln das Terroir von Meursault auf einzigartige Weise wider und bieten ein breites Spektrum an Geschmacksprofilen: Während die Village-Weine mit ihrer Frische und Mineralität bestechen, verzaubern die Premier Crus mit ihre Tiefe und Vielschichtigkeit. Besonders bemerkenswert sind Lagen wie Meursault Les Luchets und Meursault Les Tessons, die jedes Jahr aufs Neue ihre Klasse und Finesse beweisen.

Seine Weine sind sowohl unmittelbar zugänglich als auch für eine lange Flaschenreifung prädestiniert. Sollte man sich jedoch für letzteres entscheiden, empfiehlt Jean-Marc mindestens fünf bis zehn Jahre zu warten, da sich die Weine in diesem Zeitraum zumeist sehr verschlossen präsentieren. Es bedarf also ein wenig Geduld, um jene Eleganz, Balance und den authentischen Ausdruck des Meursault-Terroirs im Glas zu haben, der von Kritikern weltweit in den höchsten Tönen gepriesen wird.

Die Weinberge des Domaine liegen hauptsächlich in der Appellation Meursault. Zudem stehen einige rote und weiße Reben in den Gemeinden der benachbarten Dörfer Monthélie und Auxey-Duresses.


Pressestimmen

Robert Parker's Wine Advocate lobt die Weine der Domaine Roulot für ihre "incredible complexity and purity" und betont, dass die Weine "among the finest in Meursault" sind. Die Rezension hebt Jean-Marcs Hingabe an Qualität und sein Geschick hervor, das einzigartige Terroir jedes Weinbergs zum Ausdruck zu bringen.

Jancis Robinson beschreibt die Weine als "elegant, precise, and profoundly reflective of the Meursault terroir." Sie lobt insbesondere die Balance und Mineralität der Weine, die sie als Beweis für Roulots akribisches Weinbergmanagement und seine Weinbereitungstechniken ansieht. Überdies erwähnt sie in einem Artikel über den Rückgang der Nutzung von Eichenholz auch Jean-Marcs innovativen Einsatz verschiedener Gär- und Reifungsgefäße, seine Experimente mit Glaskugeln, Tonbehältern, Stahlfässern und Stockinger-Fässern neben den traditionellen Eichenfässern. Dieser vielfältige Ansatz trage dazu bei, einen nuancierten Ausdruck der Weine zu erreichen und gleichzeitig deren Reinheit und Komplexität zu bewahren.

Der International Wine Report gibt eine begeisterte Bewertung des 2018 Bourgogne Blanc ab und bemerkte seine elegante Struktur und Komplexität, seine"clean, precise aromatics" und "fantastic combination of acidity and minerality." Er betont die Balance des Weins und sein hohes Alterungspotenzial, was Rückschlüsse auf Jean-Marcs handwerkliches Können zulasse.

Die Temperaturen im Januar waren bezeichnend für die Härte des Winters. Das warme Wetter kehrte jedoch schnell zurück, sodass die Vegetation ihren Reifezyklus fortsetzen konnte. Eine Kaltfront, die die Reben gegen Ende April bedrohte, veranlasste uns zum ersten Mal über die Weinberge verteilte Strohbündel zu verbrennen, um die Temperatur im Weinberg zu erhöhen. Obwohl bestimmte, für Bourgogne Blanc und Aligoté genutzte, Parzellen Verluste von bis zu 30% erlitten, war der Gesamtschaden erfreulicherweise minimal. Schon bald kehrten milde Wetterbedingungen zurück und die Blüte begann Ende Mai.

Aufgrund der unterdurchschnittlichen Niederschläge blieb der Krankheitsdruck gering. Die Bedingungen im Juli und August waren angenehm und warm, aber nicht übermäßig heiß. Ein Jahrgang ohne Hitzewellen oder extremen Hagel ermöglichte es den Winzern mit einer fast schon vergessenen Entspanntheit und Ruhe auf die Weinberge zu schauen. Regenschauer Ende August trugen dazu bei, die Auswirkungen eines recht warmen Sommers zu mildern. Das Probieren der Trauben und unser selbst entwickelte Erntekalender brachte uns dazu einige wenige Parzellen vor den Regenfällen zu lesen, die meisten Parzellen folgten nach dem Regen. Der erste Erntetag war der 28. August.

Vom Alkoholvolumen und den pH-Werten liegt der Jahrgang etwas über dem Durchschnitt, erste Verkostungen vom Fass ließen uns jedoch in der Energie und Kraft des Jahrgangs schwelgen. Die elegante und dynamische Charakteristik ließ auch während der 18 Monate Fassreife nicht nach.

„Wie 1992", sagte Thierry Matrot, einer meiner Winzerkollegen aus Meursault und ich finde diesen Vergleich durchaus passend. Es ist ein Jahrgang, mit dem viele von Ihnen vielleicht nicht oder nicht mehr vertraut sind. Wahrscheinlich ein Beispiel für die Vergänglichkeit der Zeit… Die Zeit hat es ermöglicht schon 1992 einen Eindruck zu hinterlassen auf den man sich heute beziehen kann. Halten sie daher an Ihren 2017er Weinen fest!

Um den Jahrgang 2018 zu verstehen zunächst ein paar Fakten und Zahlen: Es handelte sich um das wärmste Jahr seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Zwischen Ende Mai und Ende August gab es 23 Tage mit über 30°C und von April bis September 1559 Stunden Sonnenschein. Gleichzeit handelt es sich jedoch auch um ein sehr feuchtes Jahr. Von November bis März regnete es fast jeden zweiten Tag. Die kumulierte Niederschlagsmenge in diesem Zeitraum betrug 500 mm, was einen Überschuss von 142 mm im Vergleich zu einem normalen Jahr bedeutet. Ende Mai und Anfang Juni regnete es für fast 15 Tage ununterbrochenen Regens mit 150 mm Niederschlag.

Ohne die Wasserreserven in den Böden, die sich aus diesen Regenfällen ergaben, hätte sich ein Jahrgang wie 2003 wiederholt. Es trat jedoch genau das Gegenteil ein. Der Mix aus Wasserreserven und hohen Temperaturen führte ab Mitte April zu einem explosionsartigen Wachstum. Anfang August steigen die Temperaturen nochmals. Zwar hofften die Winzer auf Regen, aber die Reben hielten den Temperaturen dank der Wasserreserven stand.

Die Pressung der ersten Trauben am 24. August zeigt ein phänomenales Ergebnis. In einem für Winzer derart komplizierten Jahrzehnt entsteht ein Jahrgang der an 1982 erinnert, ein Referenzjahrgang der für seine Lagerungsfähigkeit gepriesen wird und das bei reichlicher Ernte mit qualitativ tadellosem, reifen Traubenmaterial.

Nach einem recht milden Winter begannen die Reben recht früh mit dem Wachstum, welcher uns aufgrund der frühen Knospenbildung für Frostschäden anfällig machte. Da wir 2016 bereits ähnliche Erfahrungen machten handelten wir schnell, indem wir uns mit Weingütern, die benachbarte Parzellen bewirtschaften, zusammentaten und in zwei besonders anfälligen Zonen Windturbinen aufbauten.

Auch wenn wir durch das schnelle Handeln das Schlimmste verhindern konnten hinterließ der erste Frost am 05. April seine Spuren. Der gesamte nördliche Teil von Meursault, mit den Parzellen Meix Chavaux, Luchets und Vireuils, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und auch die Weinberge aus denen wir die Trauben für unseren Aligoté und Bourgogne Blanc bekommen waren betroffen.

Ein kühler Mai führte zu weiteren Problemen während der Blüte (Coulure und Millerandage), was die Erträge erneut reduzierte. Nach der kalten Zeit folgte eine heiße Periode, welche in einer kurzen Hitzewelle Ende Juni gipfelte. Auch der Juli und der August waren heiß und trocken, was zu einem sehr schnellen Anstieg des potenziellen Alkoholgehalts der Trauben führte, wobei die phenolische Reife hinterherhinkte. Die Auswirkungen des Klimawandels machen die Wahl des richtigen Erntezeitpunkts wichtiger denn je. Wir waren verführt die Lese vorzuziehen, entschlossen uns letzten Endes jedoch dafür bei dem ursprünglich angesetzten Termin, dem 05. September, zu bleiben.

Nach 18 Monaten des Ausbaus waren alle Zweifel an früheren Entscheidungen verflogen. Der Wein zeigte sich reichhaltig und dicht, in den ersten Monaten noch ein wenig eindimensional, mit der Zeit jedoch immer komplexer und präziser. Die jugendliche Unvollkommenheit trat immer weiter in den Hintergrund und die überwältigende Terroircharakteristik trat in den Vordergrund. Es ist ein konzentrierter, aber nicht schwerer Jahrgang. Es ist die geschickte Kombination aus Kraft und Charme die mich begeistert und auch wenn der Wein schon jung sehr zugänglich ist, hat er auch das Potenzial den Test der Zeit zu überstehen. Letzten Endes sollte Ihr Gaumen diese Entscheidung fällen und meiner sagt mir, dass ich warten sollte.

Mit Februartemperaturen, die 4°C über dem Durchschnitt lagen, erwachten die Reben deutlich früher aus ihrem Winterschlaf. Die ersten grünen Triebspitzen wurden um den 20. März herum gesichtet. Es war schön und trocken, und ein früher Aprilfrost wurde von ständigen Winden vereitelt. Vorsichtshalber ließ die Domaine zusätzlich Windturbinen laufen, und so blieben die Schäden minimal. Die Weinberge wuchsen in Windeseile.

Die Hauptblüte fand am 21. Mai statt, 17 Tage früher als im Durchschnitt. Der Rekord für die meisten Sonnenstunden wurde mit 1573 Stunden zwischen April und Ende August erneut übertroffen, unterbrochen von kurzen Hitzewellen.

Je näher die Ernte rückte, desto größer wurde das Wasserdefizit. Den tiefer gelegenen Parzellen erging es besser als den höher gelegenen auf kalkhaltigeren Böden. Die Ernteerträge wurden beeinträchtigt, aber zum Glück ohne wirkliche Folgen. Die Weinlese begann am 20. August, ein neuer Rekord. Die Beeren waren geschmackvoll, die Schalen schmolzen mit dem Fruchtfleisch zusammen und der Säuregehalt blieb erhalten. Ernte und Covid 19 bedeuteten, dass die Zeit drängte. Wir stellten eine große Mannschaft ein, was eine angenehme Abwechslung zu einem ansonsten sehr merkwürdigen Jahr darstellte. Abgesehen von den Aligotés, die einige Tage später geerntet wurden, wurde alles bis zum 29. August geerntet.

Trotz dieser vielen Extreme wirkt der Jahrgang weniger sonnig als 2015 oder 2019. Die 2020er haben es geschafft, ein Gleichgewicht zu finden, das ich zwischen dem 2017er für seine Tiefe und dem 2018er für seine verführerischere Seite einordnen würde. Ein ernster, aber dennoch zugänglicher Jahrgang, der 15 oder mehr Jahre gelagert werden könnte... oder gar nicht. Wir haben viele Magnums abgefüllt, was bedeutet, dass wir an ihn glauben!

Nach einem milden Winter waren Ende März und Anfang April von außergewöhnlich hohen Temperaturen geprägt. Die Knospen trieben früh aus, und erreichten teilweise das Stadium von 1 bis 2 ausgebreiteten Blättern während der Frostperioden. Die drei aufeinanderfolgenden Frosteinbrüche zwischen dem 5. und 8. April, die durch Wind und Schnee noch verstärkt wurden, führten zu Verlusten von 50% bis 60%, die die gesamten Weinberge betrafen, auch in Gebieten, die historisch nicht zu den typischen Frostgebieten gehören. Die Reben hatten Mühe, den Rückstand aufzuholen. In den Monaten Juni, Juli und August sorgten regelmäßige Regenfälle zudem für starken Druck durch Falschen und Echten Mehltau, was zu weiteren Ernteverlusten von 15 bis 20 % führte.

Die Lese startete am 18. September. Bei einer derart geringen Traubenmenge musste die Aufmerksamkeit verdoppelt werden, weshalb mehrere aufeinanderfolgende, lange und sorgfältige Sortierungen durchgeführt wurden, sowohl im Weinberg, als auch auf dem Sortiertisch. Der Lohn für die Arbeit waren eine gute Reife, zwischen 12°5 und 13°, sowie unglaubliche Säuregrade, wie es sie wahrscheinlich seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Die Gärung verlief sehr schnell. Die Weine wurden zum Teil weicher, da sie ihre Apfelsäure über die malolaktische Gärung verloren. Gleichzeitig behielten sie aber eine enorme Vitalität.

2021 zeichnet sich durch eine Einzigartigkeit aus, die weit von den anderen Jahrgängen entfernt ist. Die Bedingungen des Jahrgangs erinnern fast an die 60er oder 70er Jahre. Glücklicherweise haben sich die Praktiken weiterentwickelt, was eine präzisere Arbeit, selbst unter schwierigen Bedingungen, ermöglicht. Ein ganz großer Jahrgang, der unter Schmerzen entstanden ist!

Die Vegetationsperiode begann langsam Ende März, gefolgt von 3 Frostnächten im April, die keine spürbaren Auswirkungen hatten. Die Blüte kam Ende Mai unter hervorragenden Bedingungen rasch voran. Trotz der fehlenden Niederschläge von Januar bis Mai zeigten die Reben, abgesehen von zwei Parzellen in Hanglage, keine Anzeichen von Wasserstress. Glücklicherweise fielen Ende Juni innerhalb weniger Tage 80 mm Regen, die den Reben die nötige Unterstützung gaben, um die Ernte in aller Ruhe zu bewältigen. Im Vergleich zu 2020 war 2022 ein höheres Maß an Hitzestress zu verzeichnen (vergleichbar mit 2003 oder 1947), aber ein weitaus geringerer Wasserstress ermöglichte es uns, bei der Ernte ein ausgewogenes Reifestadium zu erreichen. Die Erhaltung dieses Gleichgewichts erforderte Reaktionsfähigkeit, da sich der Reifegrad schnell entwickelte.

Die Herausforderung für das Weingut mit seinen auf eine Appellation konzentrierten Parzellen bestand darin, schnell zu ernten. Wir haben am 24. August mit der Ernte begonnen und konnten alle Trauben innerhalb von 12 Tagen einbringen. Trotz des starken Oidiumdrucks war die Gesundheit der Ernte hervorragend, eine Sortierung war nicht notwendig und der Jahrgang 2021 war nur noch eine ferne Erinnerung. Während der Gärungsphasen mussten wir sehr wachsam sein. Die malolaktische Gärung begann schnell, als wir in das Jahr 2023 kamen. Wir konnten unsere Überlegungen zur Verwendung von Schwefel vertiefen, um die SO2-Gesamtbelastung zu senken. Wir haben unsere neuen Keramikfässer zusätzlich zu den Fässern und den bereits verwendeten Steingutfässern getestet. Der Jahrgang trat nach der malolaktischen Gärung in eine schwierigere Phase ein, gewann aber während der auf 8 Monate verlängerten Tankzeit die erhoffte Energie zurück. Ein wunderschöner Jahrgang, den man in seiner Jugend oder noch besser in 10 Jahren genießen sollte!

Der Vegetationszyklus der Reben setzte Ende März zaghaft wieder ein. Erst als die Temperaturen Ende Mai wieder anstiegen, schalteten die Reben einen Gang höher. Die hohen Temperaturen gepaart mit regelmäßigeren Regenfällen beschleunigten die Entwicklung der Reben. Bemerkenswert war das große Niederschlagsdefizit. Im Juli fielen nur 30% des Regens, der in einem normalen Jahr fällt. Zudem wütete am 11. Juli ein Hagelgewitter, das den gesamten südlichen Teil des Dorfes betraff, insbesondere Clos des Bouchères, Charmes, Narvaux, Tillets und einige Parzellen von Meursault Village. Erst im August gab es dann regelmäßige Regenschauer, so dass die Trauben unter guten Bedingungen reifen konnten.

Nur in einer einzigen Parzelle begann die Lese am 24. August in kleinen Teams. Es vergingen fünf Tage mit kühlem Wetter, bevor die Lese der Parzellen im Süden der Appellation fortgesetzt wurde. Es folgte eine weitere Pause, die dem Sortieren und Fermentieren von 14 Tonnen Williamsbirnen aus den Hautes Côtes im Hinblick auf ihre bevorstehende Destillation gewidmet war. Vom 3. bis 8. September wurden schließlich die letzten Parzellen in einer kurzen Hitzeperiode geerntet, in deren Verlauf sich die Reifegrade rasch entwickelten. Der Gesundheitszustand des Leseguts war perfekt. Nach einer zehnmonatigen Reife in Edelstahltanks waren die Terroirs bereits sehr gut erkennbar. Da die Trauben in mehreren Etappen so nah wie möglich an der gewünschten Reife geerntet wurden, sind die Weine offen und zugänglich, ohne die übermäßige Hitze des Jahrgangs zu zeigen. Ein Teil davon kann schon jetzt getrunken werden, der Rest erst in zehn Jahren.

Die Temperaturen im Januar waren bezeichnend für die Härte des Winters. Das warme Wetter kehrte jedoch schnell zurück, sodass die Vegetation ihren Reifezyklus fortsetzen konnte. Eine Kaltfront, die die Reben gegen Ende April bedrohte, veranlasste uns zum ersten Mal über die Weinberge verteilte Strohbündel zu verbrennen, um die Temperatur im Weinberg zu erhöhen. Obwohl bestimmte, für Bourgogne Blanc und Aligoté genutzte, Parzellen Verluste von bis zu 30% erlitten, war der Gesamtschaden erfreulicherweise minimal. Schon bald kehrten milde Wetterbedingungen zurück und die Blüte begann Ende Mai.

Aufgrund der unterdurchschnittlichen Niederschläge blieb der Krankheitsdruck gering. Die Bedingungen im Juli und August waren angenehm und warm, aber nicht übermäßig heiß. Ein Jahrgang ohne Hitzewellen oder extremen Hagel ermöglichte es den Winzern mit einer fast schon vergessenen Entspanntheit und Ruhe auf die Weinberge zu schauen. Regenschauer Ende August trugen dazu bei, die Auswirkungen eines recht warmen Sommers zu mildern. Das Probieren der Trauben und unser selbst entwickelte Erntekalender brachte uns dazu einige wenige Parzellen vor den Regenfällen zu lesen, die meisten Parzellen folgten nach dem Regen. Der erste Erntetag war der 28. August.

Vom Alkoholvolumen und den pH-Werten liegt der Jahrgang etwas über dem Durchschnitt, erste Verkostungen vom Fass ließen uns jedoch in der Energie und Kraft des Jahrgangs schwelgen. Die elegante und dynamische Charakteristik ließ auch während der 18 Monate Fassreife nicht nach.

„Wie 1992", sagte Thierry Matrot, einer meiner Winzerkollegen aus Meursault und ich finde diesen Vergleich durchaus passend. Es ist ein Jahrgang, mit dem viele von Ihnen vielleicht nicht oder nicht mehr vertraut sind. Wahrscheinlich ein Beispiel für die Vergänglichkeit der Zeit… Die Zeit hat es ermöglicht schon 1992 einen Eindruck zu hinterlassen auf den man sich heute beziehen kann. Halten sie daher an Ihren 2017er Weinen fest!

Um den Jahrgang 2018 zu verstehen zunächst ein paar Fakten und Zahlen: Es handelte sich um das wärmste Jahr seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Zwischen Ende Mai und Ende August gab es 23 Tage mit über 30°C und von April bis September 1559 Stunden Sonnenschein. Gleichzeit handelt es sich jedoch auch um ein sehr feuchtes Jahr. Von November bis März regnete es fast jeden zweiten Tag. Die kumulierte Niederschlagsmenge in diesem Zeitraum betrug 500 mm, was einen Überschuss von 142 mm im Vergleich zu einem normalen Jahr bedeutet. Ende Mai und Anfang Juni regnete es für fast 15 Tage ununterbrochenen Regens mit 150 mm Niederschlag.

Ohne die Wasserreserven in den Böden, die sich aus diesen Regenfällen ergaben, hätte sich ein Jahrgang wie 2003 wiederholt. Es trat jedoch genau das Gegenteil ein. Der Mix aus Wasserreserven und hohen Temperaturen führte ab Mitte April zu einem explosionsartigen Wachstum. Anfang August steigen die Temperaturen nochmals. Zwar hofften die Winzer auf Regen, aber die Reben hielten den Temperaturen dank der Wasserreserven stand.

Die Pressung der ersten Trauben am 24. August zeigt ein phänomenales Ergebnis. In einem für Winzer derart komplizierten Jahrzehnt entsteht ein Jahrgang der an 1982 erinnert, ein Referenzjahrgang der für seine Lagerungsfähigkeit gepriesen wird und das bei reichlicher Ernte mit qualitativ tadellosem, reifen Traubenmaterial.

Nach einem recht milden Winter begannen die Reben recht früh mit dem Wachstum, welcher uns aufgrund der frühen Knospenbildung für Frostschäden anfällig machte. Da wir 2016 bereits ähnliche Erfahrungen machten handelten wir schnell, indem wir uns mit Weingütern, die benachbarte Parzellen bewirtschaften, zusammentaten und in zwei besonders anfälligen Zonen Windturbinen aufbauten.

Auch wenn wir durch das schnelle Handeln das Schlimmste verhindern konnten hinterließ der erste Frost am 05. April seine Spuren. Der gesamte nördliche Teil von Meursault, mit den Parzellen Meix Chavaux, Luchets und Vireuils, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen und auch die Weinberge aus denen wir die Trauben für unseren Aligoté und Bourgogne Blanc bekommen waren betroffen.

Ein kühler Mai führte zu weiteren Problemen während der Blüte (Coulure und Millerandage), was die Erträge erneut reduzierte. Nach der kalten Zeit folgte eine heiße Periode, welche in einer kurzen Hitzewelle Ende Juni gipfelte. Auch der Juli und der August waren heiß und trocken, was zu einem sehr schnellen Anstieg des potenziellen Alkoholgehalts der Trauben führte, wobei die phenolische Reife hinterherhinkte. Die Auswirkungen des Klimawandels machen die Wahl des richtigen Erntezeitpunkts wichtiger denn je. Wir waren verführt die Lese vorzuziehen, entschlossen uns letzten Endes jedoch dafür bei dem ursprünglich angesetzten Termin, dem 05. September, zu bleiben.

Nach 18 Monaten des Ausbaus waren alle Zweifel an früheren Entscheidungen verflogen. Der Wein zeigte sich reichhaltig und dicht, in den ersten Monaten noch ein wenig eindimensional, mit der Zeit jedoch immer komplexer und präziser. Die jugendliche Unvollkommenheit trat immer weiter in den Hintergrund und die überwältigende Terroircharakteristik trat in den Vordergrund. Es ist ein konzentrierter, aber nicht schwerer Jahrgang. Es ist die geschickte Kombination aus Kraft und Charme die mich begeistert und auch wenn der Wein schon jung sehr zugänglich ist, hat er auch das Potenzial den Test der Zeit zu überstehen. Letzten Endes sollte Ihr Gaumen diese Entscheidung fällen und meiner sagt mir, dass ich warten sollte.

Mit Februartemperaturen, die 4°C über dem Durchschnitt lagen, erwachten die Reben deutlich früher aus ihrem Winterschlaf. Die ersten grünen Triebspitzen wurden um den 20. März herum gesichtet. Es war schön und trocken, und ein früher Aprilfrost wurde von ständigen Winden vereitelt. Vorsichtshalber ließ die Domaine zusätzlich Windturbinen laufen, und so blieben die Schäden minimal. Die Weinberge wuchsen in Windeseile.

Die Hauptblüte fand am 21. Mai statt, 17 Tage früher als im Durchschnitt. Der Rekord für die meisten Sonnenstunden wurde mit 1573 Stunden zwischen April und Ende August erneut übertroffen, unterbrochen von kurzen Hitzewellen.

Je näher die Ernte rückte, desto größer wurde das Wasserdefizit. Den tiefer gelegenen Parzellen erging es besser als den höher gelegenen auf kalkhaltigeren Böden. Die Ernteerträge wurden beeinträchtigt, aber zum Glück ohne wirkliche Folgen. Die Weinlese begann am 20. August, ein neuer Rekord. Die Beeren waren geschmackvoll, die Schalen schmolzen mit dem Fruchtfleisch zusammen und der Säuregehalt blieb erhalten. Ernte und Covid 19 bedeuteten, dass die Zeit drängte. Wir stellten eine große Mannschaft ein, was eine angenehme Abwechslung zu einem ansonsten sehr merkwürdigen Jahr darstellte. Abgesehen von den Aligotés, die einige Tage später geerntet wurden, wurde alles bis zum 29. August geerntet.

Trotz dieser vielen Extreme wirkt der Jahrgang weniger sonnig als 2015 oder 2019. Die 2020er haben es geschafft, ein Gleichgewicht zu finden, das ich zwischen dem 2017er für seine Tiefe und dem 2018er für seine verführerischere Seite einordnen würde. Ein ernster, aber dennoch zugänglicher Jahrgang, der 15 oder mehr Jahre gelagert werden könnte... oder gar nicht. Wir haben viele Magnums abgefüllt, was bedeutet, dass wir an ihn glauben!

Nach einem milden Winter waren Ende März und Anfang April von außergewöhnlich hohen Temperaturen geprägt. Die Knospen trieben früh aus, und erreichten teilweise das Stadium von 1 bis 2 ausgebreiteten Blättern während der Frostperioden. Die drei aufeinanderfolgenden Frosteinbrüche zwischen dem 5. und 8. April, die durch Wind und Schnee noch verstärkt wurden, führten zu Verlusten von 50% bis 60%, die die gesamten Weinberge betrafen, auch in Gebieten, die historisch nicht zu den typischen Frostgebieten gehören. Die Reben hatten Mühe, den Rückstand aufzuholen. In den Monaten Juni, Juli und August sorgten regelmäßige Regenfälle zudem für starken Druck durch Falschen und Echten Mehltau, was zu weiteren Ernteverlusten von 15 bis 20 % führte.

Die Lese startete am 18. September. Bei einer derart geringen Traubenmenge musste die Aufmerksamkeit verdoppelt werden, weshalb mehrere aufeinanderfolgende, lange und sorgfältige Sortierungen durchgeführt wurden, sowohl im Weinberg, als auch auf dem Sortiertisch. Der Lohn für die Arbeit waren eine gute Reife, zwischen 12°5 und 13°, sowie unglaubliche Säuregrade, wie es sie wahrscheinlich seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Die Gärung verlief sehr schnell. Die Weine wurden zum Teil weicher, da sie ihre Apfelsäure über die malolaktische Gärung verloren. Gleichzeitig behielten sie aber eine enorme Vitalität.

2021 zeichnet sich durch eine Einzigartigkeit aus, die weit von den anderen Jahrgängen entfernt ist. Die Bedingungen des Jahrgangs erinnern fast an die 60er oder 70er Jahre. Glücklicherweise haben sich die Praktiken weiterentwickelt, was eine präzisere Arbeit, selbst unter schwierigen Bedingungen, ermöglicht. Ein ganz großer Jahrgang, der unter Schmerzen entstanden ist!

Die Vegetationsperiode begann langsam Ende März, gefolgt von 3 Frostnächten im April, die keine spürbaren Auswirkungen hatten. Die Blüte kam Ende Mai unter hervorragenden Bedingungen rasch voran. Trotz der fehlenden Niederschläge von Januar bis Mai zeigten die Reben, abgesehen von zwei Parzellen in Hanglage, keine Anzeichen von Wasserstress. Glücklicherweise fielen Ende Juni innerhalb weniger Tage 80 mm Regen, die den Reben die nötige Unterstützung gaben, um die Ernte in aller Ruhe zu bewältigen. Im Vergleich zu 2020 war 2022 ein höheres Maß an Hitzestress zu verzeichnen (vergleichbar mit 2003 oder 1947), aber ein weitaus geringerer Wasserstress ermöglichte es uns, bei der Ernte ein ausgewogenes Reifestadium zu erreichen. Die Erhaltung dieses Gleichgewichts erforderte Reaktionsfähigkeit, da sich der Reifegrad schnell entwickelte.

Die Herausforderung für das Weingut mit seinen auf eine Appellation konzentrierten Parzellen bestand darin, schnell zu ernten. Wir haben am 24. August mit der Ernte begonnen und konnten alle Trauben innerhalb von 12 Tagen einbringen. Trotz des starken Oidiumdrucks war die Gesundheit der Ernte hervorragend, eine Sortierung war nicht notwendig und der Jahrgang 2021 war nur noch eine ferne Erinnerung. Während der Gärungsphasen mussten wir sehr wachsam sein. Die malolaktische Gärung begann schnell, als wir in das Jahr 2023 kamen. Wir konnten unsere Überlegungen zur Verwendung von Schwefel vertiefen, um die SO2-Gesamtbelastung zu senken. Wir haben unsere neuen Keramikfässer zusätzlich zu den Fässern und den bereits verwendeten Steingutfässern getestet. Der Jahrgang trat nach der malolaktischen Gärung in eine schwierigere Phase ein, gewann aber während der auf 8 Monate verlängerten Tankzeit die erhoffte Energie zurück. Ein wunderschöner Jahrgang, den man in seiner Jugend oder noch besser in 10 Jahren genießen sollte!

Der Vegetationszyklus der Reben setzte Ende März zaghaft wieder ein. Erst als die Temperaturen Ende Mai wieder anstiegen, schalteten die Reben einen Gang höher. Die hohen Temperaturen gepaart mit regelmäßigeren Regenfällen beschleunigten die Entwicklung der Reben. Bemerkenswert war das große Niederschlagsdefizit. Im Juli fielen nur 30% des Regens, der in einem normalen Jahr fällt. Zudem wütete am 11. Juli ein Hagelgewitter, das den gesamten südlichen Teil des Dorfes betraff, insbesondere Clos des Bouchères, Charmes, Narvaux, Tillets und einige Parzellen von Meursault Village. Erst im August gab es dann regelmäßige Regenschauer, so dass die Trauben unter guten Bedingungen reifen konnten.

Nur in einer einzigen Parzelle begann die Lese am 24. August in kleinen Teams. Es vergingen fünf Tage mit kühlem Wetter, bevor die Lese der Parzellen im Süden der Appellation fortgesetzt wurde. Es folgte eine weitere Pause, die dem Sortieren und Fermentieren von 14 Tonnen Williamsbirnen aus den Hautes Côtes im Hinblick auf ihre bevorstehende Destillation gewidmet war. Vom 3. bis 8. September wurden schließlich die letzten Parzellen in einer kurzen Hitzeperiode geerntet, in deren Verlauf sich die Reifegrade rasch entwickelten. Der Gesundheitszustand des Leseguts war perfekt. Nach einer zehnmonatigen Reife in Edelstahltanks waren die Terroirs bereits sehr gut erkennbar. Da die Trauben in mehreren Etappen so nah wie möglich an der gewünschten Reife geerntet wurden, sind die Weine offen und zugänglich, ohne die übermäßige Hitze des Jahrgangs zu zeigen. Ein Teil davon kann schon jetzt getrunken werden, der Rest erst in zehn Jahren.

Weinbergskarte Jean-Marc Roulot