Die Trauben stammen aus dem Herzen der Côte des Blancs, aus den unteren Hängen der Grand Cru Parzellen von Avize. Dort befinden sich die Lagen „La Fosse, Némery, und Champ Caïn. Diese drei Süd-Ost orientierten Lagen wurden in dem Zeitraum von 1962 bis 1983 mit Chardonnay bepflanzt. Der Boden besteht aus Kreide, der aus den Skeletten der marinen Mikroorganismen entstanden ist. Die Kreideadern erstrecken sich fast bis an die Oberfläche. Oberhalb der Kreide ist die Erdschicht sehr flach und durchlässig undder Oberboden sehr anfällig für Frost. Gelegentlich erfordert die einfache Beschaffenheit des Bodens den Zusatz von Nährstoffen, wie bei Jacquesson üblich, ökologischen Ursprungs. Dank der sehr guten Weinbergsarbeit können sie komplett auf die Verwendung von Herbiziden verzichten. Es wird beim Most nur die Cuvée (erste und zweite Pressung) für den Champagner verwendet. Die Taille (dritte Pressung) wird verkauft, da sie nicht genügend Qualität bietet.
Der größte Teil der 1995 Champagne Avize wurde zwischen 2001 und 2004 für die Freigabe und den sofortigen Verkauf degorgiert. 350 Flaschen und 40 Magnums wurden für eine spätere Vermarktung beiseitegelegt, um sie der Wein auf Hefe weiterhin reifen zu lassen. Der 1995 Champagne Avize Grand Cru Dégorgement Tardif (später degorgiert) wurde Anfang 2014 nach 18 Jahren auf Hefe degorgiert.
Der Winzer
Champagne Jacquesson
Ende 2022 wurde Champagne Jacquesson durch das Unternehmen Artémis Domaines der Familie Pinault von den Brüdern Jean-Hervé und Laurent Chiquet übernommen, die seit 1988 das Weingut führten und daraus das Juwel machten, welches es heute ist. Am Team sowie der Arbeit in Weinberg und Keller ändert sich nach der Übernahme jedoch nichts. Neuer Verantwortlicher ist Jean Garandeau.
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